Inhalt

Erster Akt

Die Komödie "Die Physiker" ist in zwei Akte unterteilt.
Die Handlung der Stückes spielt im Salon einer privaten Nervenanstalt, die von Fräulein Dr. von Zahnd geleitet. Sie genießt den weltweit Ruf als angesehene Psychiaterin und ist die auch die Gründerin des Sanatoriums.
Es ist kurz nach halb fünf Uhr nachmittags, als aus einem der, an den Salon angrenzenden Zimmer, Geigenspiel mit Klaviermusik zu hören ist. In dem Salon herrscht Unordnung, auf dem Boden liegt die Leiche einer Krankenschwester.
Das Zimmer wird von mehrere Kriminalbeamten untersucht während Inspektor Voß die Oberschwester befragt. Er bringt in Erfahrung, dass es sich bei dem Täter um Ernst Heinrich Ernesti handelt, der sich für Einstein hält.
Nun muss der Inspektor auf die Leiter der Nervenanstalt warten als Herbert Georg Beutler, der sich als Newton ausgibt, den Raum betritt und nach dem Lärm fragt, der im Salon herrscht. Als im der Inspektor mitteilt, dass Einstein eine Pflegerin erdrosselt hat, kann er dies nicht verstehen. Doch der Inspektor entgegnet Newton, dass auch eine Krankenschwester erdrosselt hatte. Dieser erwidert jedoch, bei ihm sei es ganz anders gewesen. Sie hätten sich ineinander verliebt, er wollte sich jedoch ganz der Physik widmen. Somit wäre das Dilemma nur noch mit der Vorhangskordel zu lösen gewesen. Zudem vertraut er dem Inspektor an, den Verrückten nur zu mimen um Ernesti nicht zu verwirren. In Wirklichkeit ist nämlich Ernesti Newton und er ist Einstein.

Im weiteren Gespräch erklärt Beutler dem Inspektor, dass inzwischen jeder in der Lage ist ein eine Glühlampe durch einen Schalter zum bringen, ebenso wie eine Atombombe zu zünden. Er könne dafür jedoch nicht verantwortlich gemacht werden, wenn seine Erfindung von anderen missbraucht wird.
Als die Leiterin endlich den Raum betritt, erzählt ihr der Inspektor von dem verwirrenden Gespräch mit Beutler. Die Psychiaterin erklärt ihm jedoch, dass Beutler jedem diese Geschichte erzählt, sich in Wirklichkeit jedoch für Newton hält, denn sie sei ja die Psychiaterin und habe zu entscheiden, für wen er sich hält.
Der Inspektor berichtet Fräulein Zahnd , dass der Staatsanwalt nach diesem zweiten Mord nun unausweichlich darauf bestehen, dass starke männliche Pfleger die Betreuung übernehmen. Die Leiterin muss ihm zusichern von nun an nur männliche Pfleger einzusetzen.

Nachdem sich der Inspektor verabschiedet hat, betritt Frau Rose mit ihrem Mann und ihren Kindern der Raum. Sie ist die ehemalige Frau von Johann Willhelm Möbius, dem dritten Physiker in der Anstalt. Sie ist inzwischen mit dem Missionar Rose verheiratet und will sich von ihm verabschieden. Sie erkundigt sich nach seinem Befinden und ob ihm immer noch der König Salomon erscheine. Möbius scheint sich nur noch schwer an seine Kinder erinnern zu können und wirf sie nach einiger Zeit mit wüsten Beschimpfungen aus dem Salon.
Als nun Schwester Monika mit Möbius allein im Raum ist versucht sie ihn wieder zu beruhigen und gesteht ihm, in nicht für verrückt zu halten und in ihn verliebt zu sein. Sie berichtet ihm eine Erlaubnis zu haben mit ihm das Sanatorium zu verlassen und sich zusammen eine Existenz aufzubauen. Sie wechseln noch einige Sätze, dann reißt Möbius den Vorhang herunter und erdrosselt sie.

Zweiter Akt

Es ist eine Stunde vergangen, es ist nacht, die Polizei ist da. Die Leiche Monika Settler wird photographiert. Der Inspektor und die Ärztin reden über die Verstorbene und stellen fest, dass es der gleiche Mord wie vor drei Monaten ist. Es kommen Pfleger in das Zimmer, die sich jetzt anstelle einer Schwester um die Patienten kümmern, alle sind sie ehemalige Boxer, was den Inspektor beruhigt. So muss er keine Angst vor einem erneuten Mord haben. Als die Polizisten die Leiche hinaus tragen will, rennt Möbius zur Leiche, er versichert die Leiche aufgrund eines Befehls von König Salomo getötet zu haben.
Im Gespräch mit dem Inspektor will Möbius unbedingt seine Verhaftung. Der Inspektor unternimmt jedoch nichts, weil er das nicht darf.

Später kommt es zum Gespräch zwischen Newton und Möbius. Newton meint Möbius will ewig im Irrenhaus bleiben, er hingegen nicht. Er gesteht gar nicht irre zu sein und gibt bekannt, dass er eigentlich Kilton heiße und der Begründer der Entsprechungslehre sei. Er sei Mitglied eines Geheimdienstes und hätte die Schwester umbringen müssen, damit ihm jeder glaube verrückt zu sein. Er hält Möbius für einen genialen Physiker und möchte ihn gerne für seinen Geheimdienst gewinnen.
Schließlich stößt Einstein, eigentlich Ernesti, zu ihrem Gespräch hinzu und gibt auch zu, nicht irre zu sein, die Schwester aus den gleichen Gründen wie Newton umgebracht zu haben, auch aus einem Geheimdienst zu sein und den Eisler-Effekt entdeckt zu haben. Einstein und Newton holen eine Pistole hervor und bedrohen sich, schließlich legen sie sie beide nieder. Sie haben sich gegenseitig die Pläne durchkreuzt, denn auch Einstein möchte Möbius mitnehmen.
Pfleger kommen herein und vergittern alle Fenster, plötzlich scheint es wie im Gefängnis.

Newton und Einstein wollen so schnell wie möglich fliehen, Möbius möchte allerdings im Irrenhaus bleiben. Die anderen zwei Physiker betrachten Möbius als Allgemeingut und somit verpflichtet alle "Nicht-Genies" über seine Entdeckungen aufzuklären. Möbius stimmt zwar zu das Problem der Gravitation gelöst zu haben, eine Feldtheorie aufgestellt, die Weltformel entdeckt und das System für alle Erfindungen gefunden zu haben, aber er möchte trotzdem im Irrenhaus bleiben, denn er befürchtet, dass die Menschen nicht mit den neuen Erkenntnissen nicht verantwortungsbewusst umgehen könnten und sich gegenseitig zerstören würden. Als sich Einstein und Newton immer mehr um Möbius streiten, gibt Möbius zu seine gesamten Manuskripte verbrannt zu haben, bevor die Polizei kam. Einstein und Newton sind entsetzt, Möbius betont nochmals nicht aus dem Irrenhaus zu gehen, um nicht wegen seiner Erkenntnisse ausgenutzt zu werden. Er sei damals freiwillig ins Irrenhaus gegangen, um seine Arbeiten nicht veröffentlichen zu müssen und um vor der Wirklichkeit zu kapitulieren. Er bittet die anderen darum, ihren Auftraggebern zu sagen, er sei wirklich verrückt. Sie sollen doch einfach bei ihm im Irrenhaus bleiben, schließlich haben beide einen Menschen ermordet. Sie lassen sich überzeugen, als Möbius sie mit wilden Tieren vergleicht, die aufgrund ihres Wissens eingesperrt werden müssen.

Die Ärztin lässt alle drei zu sich kommen, sie weiß, wer Newton und Einstein sind. Als sie nach ihrem Revolver greifen wollen, werden sie von den Pflegern gehindert. Die Ärztin gibt zu sie heimlich abgehört zu haben, der König Salomo sei ihr erschienen, sie solle anstatt von Möbius auf Erden für ihn dienen. Deshalb hat sie Möbius immer wieder betäubt , um seine Manuskripte zu kopieren. Sie hat bereits Kapital aus den Erfindungen geschlagen.
Möbius gibt zu Salomo nur erfunden zu haben und in der Öffentlichkeit zu seinen Erfindungen zu stehen, die Ärztin glaubt jedoch weiterhin an Salomo und weist Möbius darauf hin, dass er draußen als Mörder gilt und ihm niemand glauben würde. Sie habe absichtlich die Schwestern auf die Physiker gehetzt, um sie draußen als Mörder dastehen zu lassen. Sie ist stolz, dass sich trotz ihrer Unfruchtbarkeit Salomo ihrer erbarmt hat. Das Buch endet, als sich Kilton als Newton, Ernesti als Einstein und Möbius als König Salomo vorstellen.




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